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21.08.2018 | Pressemeldung

Holetschek: „Müssen kinderärztliche Versorgung in Memmingen verbessern“

Memmingen. Auf Initiative des Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek fand ein Gespräch mit den Memminger Kinderärzten Dr. med. Stefan Zeller, Professor Dr. med. Martin Ries und Dr. Georg Fröhlich (Die Kindersprechstunde - Memmingen) statt. Mit dabei war auch der schwäbische Bezirksvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB), Dr. Jakob Berger, sowie Bürgermeisterin Margareta Böckh. 



Holetschek: „Die Politik macht sich schon seit längerem dafür stark, dass die Bedarfsplanungs-Richtlinien möglichst zeitnah angepasst werden müssen, da das Problem der mangelnden Kinderärzte eines ist, das bekannt ist und wir hier dringend Verbesserungen brauchen“. Hinzu kommt, dass das bayerische Landeserziehungsgeld und das Betreuungsgeld derzeit nur unter der Voraussetzung gezahlt werden, sofern regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen gemäß der Kinderrichtlinien erfolgt. Wer keinen Termin bei einem Kinderarzt bekommt, kann diese Vorgaben jedoch schlichtweg nicht erfüllen. 

Antrag auf Sonderbedarfszulassung

Holetschek und Böckh bedankten sich bei den Ärzten der Kindersprechstunde Memmingen, die jetzt einen Antrag auf Sonderbedarfszulassung im KVB-Planungsbereich der „Kreisregion Memmingen/Unterallgäu“ stellen möchten. „Dies könnte die Situation entspannen, weil dann ein weiterer Kinderarztsitz in Memmingen zur Verfügung stünde“, so Holetschek, der auch stellvertretender Vorsitzender des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CSU-Landtagsfraktion ist. Der Antrag muss in den monatlich tagenden zuständigen Gremien behandelt werden - erst dann kann eine Entscheidung erfolgen. 

Eine telefonische Abfrage bei den amtierenden bzw. derzeit niedergelassenen Kinderärzten in Memmingen zeigte, dass sie an alle der Kapazitätsgrenze angekommen sind. „Deswegen muss dieses Problem, neben der Lösung für Memmingen, auch ganz grundsätzlich angegangen werden“, so Holetschek und Böckh. In den nächsten fünf Jahren werden 25 % der Kinder- und Jugendärzte insgesamt in den Ruhestand gehen. Aus Sicht Holetscheks müsse man aber auch den Bereich Arbeitszeit angehen. „Es kann nicht sein, dass Kinderärzte bis zur absolut belastbaren Grenze arbeiten und dann auch noch Rückforderungsansprüchen der Krankenkassen gegenüberstehen“. 

Foto: Fotolia.