Memmingen. Die Kritik der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag an den bayerischen Landwirten ist für Klaus Holetschek untragbar. Nachdem der Bayerische Bauernverband (BBV) von der „Organisation europäischer Landbesitzer“ und dem europäischen „Landtechnikverband“ mit dem ersten europäischen Bienenpreis ausgezeichnet wurde, hatten die Grünen verkündet, „der Bayerische Bauernverband als maßgeblicher Motor einer industriellen Landwirtschaft ist der sprichwörtliche Bock, der mit dem Bienenpreis zum Gärtner geadelt wurde“.

„Diese Anschuldigung trifft alle Landwirte, die sich im und für den Bayerischen Bauernverband engagieren“, weist Holetschek die Vorwürfe zurück. Viele der bayerischen Landwirte seien selbst Imker und daher vom Rückgang des Honigertrages zum Beispiel durch die Varroamilbe direkt betroffen. „Unsere Landwirte jetzt pauschal für den allgemeinen Bienenschwund verantwortlich zu machen, ist schon ein starkes Stück“, so Holetschek. Vielmehr gratulierte der Abgeordnete dem Bayeri-schen Bauernverband zur Auszeichnung für das Projekt „Blühende Rahmen“, das die biologische Vielfalt in landwirtschaftlich genutzten Flächen durch Aussaat von Blumenstreifen um Maisfelder und andere Kulturen stärkt.
„Dieses Projekt ist vorbildlich und zeigt die Sorge unserer Landwirte um die Zukunft der Bienenvölker“, erklärte der CSU-Politiker. „Unter anderem die Tatsache, dass der Bienenpreis im Europäischen Parlament vergeben wurde zeigt, dass dieses Engagement international gewürdigt wird – außer von den Grünen.“