Wolfertschwenden. Das Gespräch mit den Bürgern vor Ort gehört für den Unterallgäuer CSU-Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek zu den Kernaufgaben seiner Abgeordnetentätigkeit. „Ich will wissen, was die Menschen aufwühlt, was sie bedrückt aber auch was sie gut finden. Das persönliche Gespräch und die direkte Rückkoppelung vor Ort ist mir daher ein wichtiges Anliegen“, so Holetschek.

Beim Bürgerdialog in Wolfertschwenden waren neben Bürgermeister Karl Fleschhut und Gemeinderäten auch viele Vereinsvorsitzenden und interessierte Bürgern mit dabei Eingangs stellte Bürgermeister Fleschhut dem Gast in seinem Willkommensgruß die derzeit 1.900 Einwohner zählende, wirtschaftlich äußerst erfolgreiche, Gemeinde Wolfertschwenden in Zahlen vor. So wurden in die gewerbliche Entwicklung, laut Fleschhut, in den letzten Jahren mehr als 50 Millionen Euro investiert und dadurch nahezu 2.600 Arbeitsplätze geschaffen. Diese Zahl übersteigt die Einwohnerzahl erheblich und macht den Ort zu einer der wirtschaftsstärksten Gemeinden Bayerns. Die gesellschaftliche Entwicklung stehe dem, dank vieler rühriger Vereine, aber in nichts nach. Ein Manko für weiteres Wachstum sieht Fleschhut nur im Mangel an geeigneten Bauplätzen. Holetschek spricht im Zuge des demografischen Wandels der Gesellschaft auch über den drohenden Fachkräftemangel in der Wirtschaft. Bei der Entwicklung des ländlichen Raums setze er auch "auf das uns wichtige Ehrenamt". Hohe Haftungshürden für Vereinsvorstände, Mindestlohn und aufwendige Bürokratie stünden dem oft im Wege, klagte in der anschließenden Diskussion eine Vereinsvorsitzende. Ein Problem stelle auch die immer schlechter werde Hausarztversorgung auf dem Land dar. Unverständnis über hohe Kosten herrschte auch über die derzeitige Praxis zur Erreichung eines erweiterten Führungszeugnisses. Auch vorhandene Schwierigkeiten zur Erweiterung einer Biogasanlage standen im Fokus der Diskussionsrunde. Als interessierter Zuhörer der Bürgeranliegen versprach MdL Klaus Holetschek sich für politische Verbesserungen einzusetzen.
Text und Foto: Johannes Wiest.
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