München. Nach der Regierungserklärung von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner zur Digitalisierung bekräftige der Memminger CSU-Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek in seiner Plenarrede die enorme Chance der Digitalisierung für ein nachhaltiges Wachstum und vielfältige neue Beschäftigungsmöglichkeiten gerade im ländlichen Raum.

Holetschek: „Durch die Digitalisierung steigt die Attraktivität des ländlichen Raumes – nicht zuletzt durch Telearbeit mit Home Office und Videokonferenzen von zu Hause aus oder durch Telemedizin“. Gerade die Telemedizin sei, so Holetschek, der auch Mitglied im Gesundheits- und Pflegeausschuss des Bayerischen Landtags ist, „ein wichtiges Element der flächendeckenden und hochwertigen medizinischen Versorgung“, da sie Spit-zenmedizin direkt zum Patienten bringt. Vor allem im ländlichen Raum hat das große Vorteile: „Telemedizin spart lange Anfahrtswege zu medizinischen Spezialzentren und im Notfall wertvolle Zeit“. Die Leitökonomie Tourismus ist ebenso auf einem guten Weg in die digitale Zukunft. Der Tourismus hat sich in den vergangenen 15 Jahren unter dem Einfluss digitaler Technologien massiv verändert. Über die Hälfte der deutschen Touristen informiert sich im Internet über die Urlaubszeile, etwa ein Drittel bucht auch über das Internet. „Wir wollen daher das digitale Tourismusmarketing beispielsweise auch für das Allgäu und Bayerisch-Schwaben mit unserer Tourismuspolitik auf breiter Basis weiter voranbringen“. Die bayerische Staatsregierung wird zudem vor allem kleine und mittlere Unternehmen dabei unterstützen, die Potentiale der Digitalisierung zu erkennen, neue Produktionsprozesse aufzusetzen und Geschäftsmodelle zu identifizieren. Mit 500 Millionen Euro für Innovation und digitales Know-how plant die Staatsregierung in den nächsten vier Jahren deutliche Akzente zu setzen und plant neue Initiativen für Bayerns Regionen und seine Betriebe. Das Werk1.Bayern in München wird zu einem Gründerzentrum für Internet und digitale Medien von internationalem Rang ausgebaut. Holetschek: „Darüber hinaus sind jetzt in jedem Regierungsbezirk Zentren für digitale Gründer von vergleichbarem Format geplant“. Interessierte Standorte können sich bewerben und werden mit dem Werk1.Bayern eng kooperieren. „Die Betriebe in Memmin-gen und Region sollten die Chance der Digitalisierung nutzen und von ihr profitieren. Wir haben viele kreative Köpfe und Unternehmen und gute Voraussetzungen. So gibt es in Memmingen in der Neuen Welt bereits ein Existenzgründerzentrum als Startbasis für inno-vative Jungunternehmer mit tragfähigen Geschäftsideen. Hier könnte es unter Umständen neue Impulse und Synergieeffekte geben und auch die Gewerbeentwicklung etwa am Allgäu Airport könnte durch die Ansiedelung eines digitalen Gründerzentrums neuen Schub erhalten. Die Ministerin habe er bereits auf potentielle Standorte in der Region hingewiesen, so der Abgeordnete. Bislang seien dies aber nur Gedankenspiele. „Konkret ist noch nichts“. Es lohne sich aber ernsthaft darüber nachzudenken. Bei Interesse werde er sich aber gerne abgestimmt mit allen relevanten Gesprächspartnern aus Politik und Wirtschaft für ein digitales Gründerzentrum einsetzen, so Holetschek.