Klaus Holetschek

Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek besucht Ziegelwerk Klosterbeuren

04.12.2013, 10:48 Uhr | Johannes Wiest

Energiekosten und Bürokratie beeinträchtigen Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen

Klosterbeuren.  Die geplante Lockerung der Ausgleichsregelung durch die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), sowie die zunehmend ausufernde Bürokratie waren Gegenstand der kürzlich geführten Gespräche des Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek mit den Verantwortlichen im Ziegelwerk Klosterbeuren. Das energieintensive Unternehmen sieht durch die Lockerung der Ausgleichsregelung die Wettbewerbsfähigkeit und zunehmend auch Arbeitsplätze in Gefahr.

Bildunterschrift siehe Textende.Bildunterschrift siehe Textende.

Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens, Thomas und Hubert L. Thater, informierten den Landtagsabgeordneten Klaus Holetschek ausführlich über die Auswirkungen der befürchteten Aufweichung und Lockerung der Ausgleichsregelung durch die Reform des EEG-Gesetzes und die zunehmende Ausuferung der Bürokratie und betonten übereinstimmend: "Ohne EEG-Entlastung würden Mehrkosten für das Unternehmen von etwa 445.000 Euro allein für 2013 entstehen". Die Exportquote habe sich bereits stark verringert. Die Wettbewerbsfähigkeit auf den Auslandsmärkten schwinde kontinuierlich. Für die Sicherung industrieller Wertschöpfung und der Arbeitsplätze sei die Entlastung stromintensiver Betriebe wie das Ziegelwerk auch in Zukunft unverzichtbar. 2012 habe der Energieverbrauch im Werk bei 10,8 Millionen Kilowattstunden gelegen. Ohne beherztes Gegensteuern würde letztlich der Boden für die Deindustriealisierung des Landes eingeleitet, so die Aussage der beiden Geschäftsführer. Holetschek, für den das Thema Energiesicherheit und Energiekosten eine hohe Priorität hat, und insbesondere für den energieintensiven Mittelstand eine existenzsichernde Komponente darstellt, schlug in diesem Zusammenhang auch ein Gespräch, mit dem dafür zuständigen Bundestagsabgeordneten Dr. Georg Nüßlein vor. 

Die Einführung, und vor allen Dingen die mittlerweile erreichte Höhe, der EEG-Umlage, sowie andere Umlagen auf den Energiepreis, führe zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen mit Vorteilen der Mitbewerber auf den Exportmärkten, nachdem es für diese in ihren Ländern keine vergleichbaren Sonderumlagen gäbe. Nachdem keine Möglichkeit bestehe, die höhere Kostenbelastung im Markt weiterzugeben, hätte sich der Exportanteil des eigenen Unternehmens bereits von 50 über 35 auf etwa 30 Prozent in diesem Jahr reduziert. "Im laufenden Jahr 2013 haben wir erstmals von der Härtefallregelung profitiert und hoffen, dass dies auch 2014 der Fall sein wird". Der Kostenanteil durch die EEG-Umlage von aktuell 8,27 Prozent sei für das Unternehmen auf Dauer nicht tragbar. Bei Wegfall der Ausgleichsregelung seien künftig möglicherweise einige der 80 Arbeitsplätze gefährdet. "Eine Wettbewerbsverzerrung wegen hoher Energiekosten durch die geplante Lockerung der Ausregelung des EEG, mit Gefahr von Arbeitsplatzvernichtung, darf es nicht geben. Hier muss die Politik tätig werden". so Holetschek.


Bildunterschrift:

Landtagsabgeordneter Klaus Holetschek (Mitte) und die beiden geschäftsführenden Gesellschafter des Ziegelwerkes Thomas (links) und Hubert L. Thater.