Stadtrat stimmt Beteiligung am Kauf von Flughafenflächen zu
Ich begrüße den Stadtratsbeschluss für eine Beteiligung an einer neuen Besitzgesellschaft auf dem Gelände des Allgäu-Airports. Nachdem der Unterallgäuer Kreistag in seiner letzten Sitzung als erstes kommunales Gremium für eine Beteiligung gestimmt hat, war es wichtig, dass nun auch Memmingen nachgezogen hat.
Unter Federführung des ehemaligen Oberallgäuer Landrats Gebhard Kaiser ist ein tragfähiges Konzept für eine neue Gesellschafterstruktur erarbeitet worden. Künftig soll es drei Gesellschaften geben. Eine kümmert sich um den Flugbetrieb, die zweite bewirtschaftet das Areal des Flughafenkernbereichs und die dritte soll Flächen außerhalb des Flugbetriebs einem wirtschaftlichen Nutzen zuführen. An dieser dritten Gesellschaft sollen sich die kreisfreien Städte Memmingen, Kempten und Kaufbeuren sowie die Landkreise Unter-, Ober- und Ostallgäu sowie Lindau und Neu-Ulm mit insgesamt 8,2 Mio. Euro beteiligen. Davon sind 7,2 Mio. Euro für den Kauf von Bauland und eine Million für den Erwerb einer Erschließungsstraße vorgesehen. Die Stadt beteiligt sich nicht an der Betriebsgesellschaft und hat demnach auch kein unternehmerisches Risiko aus dem Flugbetrieb. Vielmehr bekommt Memmingen für die Flächen einen echten Gegenwert und erstmals ein Mitspracherecht bei der Nutzung von Flughafenflächen. Die Beteiligung ist deshalb ein wichtiger Schritt zur positiven Entwicklung des ehemaligen Fliegerhorstgeländes. Ob mit oder ohne Flugbetrieb: Es darf es uns nicht egal sein, was in Zukunft am Memminger Berg geschieht! Ein äußerst erfreuliches und richtiges Signal ist auch das klare Bekenntnis führender Unternehmer aus der Region kürzlich bei der Gesellschafterversammlung. Knapp 60 private Gesellschafter stimmten einmütig für eine rasche Kapitalaufstockung: Bis zum 1. August dieses Jahres will die Wirtschaft ihre Anteile um mindestens vier Millionen Euro erhöhen. Zudem soll die Betreiber-Gesellschaft um acht bis zehn Anteilseigner wachsen, was dem Airport zusätzliche Mittel von etwa einer Million Euro bringen dürfte. Das große Engagement der regionalen Unternehmer und mittlerweile 73 Flughafengesellschafter ist einmalig in Deutschland und absolut vorbildlich. Klar ist auch: Aufgrund der großen Bedeutung für den ländlichen Raum, den heimischen Tourismus und die regionale Wirtschaft sind Investitionen in die Flughafen-Infrastruktur ein wichtiger und notwendiger Schritt. Der Freistaat muss den Zuschuss für den Airport-Ausbau etwa zur Vergrößerung der Start- und Landebahn und für die Schaffung zusätzlicher Rollwege erhöhen. Dies ist auch Konsens bei allen schwäbischen CSU-Abgeordneten. Staatsminister Markus Söder hat mir versichert, dass sich der Freistaat substantiell am Allgäu Airport engagieren will. Foto: Copyright Allgäu Airport.