Klaus Holetschek

Politik in Fahrt

02.09.2015, 16:12 Uhr | Johannes Wiest

CSU-Politiker starteten zur ersten Allgäuer Radtour

Memmingen (jw): Die beiden CSU Landes und -Bundespolitiker Klaus Holetschek und Stephan Stracke starteten dieser Tage, begleitet von sportlichen Mitfahrern, zu ihrer ersten Allgäuer Radtour. Ziel ihrer schweißtreibenden Rundreise durch das Unterallgäu waren einzelne Betriebsbesichtigungen sowie politische Gespräche. Die Veranstaltung endete bei einer abschließenden Einkehr im Memminger "Engelkeller" mit einer Bürger-Diskussion zu aktuellen politischen Themen.
Ausgangspunkt der interessanten Radrundreise war die Gaststätte am Bauerhofmuseum in Illerbeuren. Dort fand sich am Vormittag nacheinander eine fahrradbegeisterte Gruppe von regionalen Kommunalpolitikern und Parteimitgliedern ein um mit den beiden CSU-Größen Stephan Stracke und Klaus Holetschek gemeinsam in die Pedale zu steigen. Um vorher nötige Kraft zu tanken wurde vorher ein typisch bayerisches Frühstück mit Weißwurst und Brezen gereicht. Eine Strecke von etwa 45 Kilometer durchzustehen brauchte schließlich eine gute Grundlage. Bananen und Wasserflaschen für den kleinen Hunger und Durst zwischendurch wurden ebenfalls nicht verschmäht. Und nicht zuletzt wurde den radelnden Gästen die erfahrene Vertreterin und Vorsitzende des ADFC, Irene Pohl, zur Seite gestellt die nicht nur die Strecke erklärte, sondern auch einzelne Anweisungen zum Verhalten der Radler gab. Die anzufahrenden Stationen der Rundreise waren Legau, Bad Grönenbach, Wolfertschwenden und Hawangen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand hier insbesondere die Situation der Milchviehbauern und der derzeit ruinöse Milchpreis. Schlusspunkt und Zielort am Abend war in Memmingen der "Engelkeller". Nach einsetzen des Regens konnte der Treff allerdings nicht, wie geplant, im Biergarten stattfinden, sondern musste in den Saal verlegt werden. Hier bestand für alle dann die Möglichkeit Fragen an ihre politischen Vertreter zu stellen und sich in die allgemeine Diskussion einzubringen. Wobei die rege Teilnahme ein entsprechendes Publikumsinteresse signalisierte. Beherrschendes Thema der Diskussion war auch hier das aktuelle Flüchtlingsproblem. Die Uneinigkeit Europas Flüchtlinge aufzunehmen und das fehlen einer Quotenregelung für die Zuteilung auf einzelne Länder zeigt das ganze Ausmaß der verfehlten europäischen Flüchtlingspolitik. Europa verhält sich nicht solidarisch was auf großes Unverständnis stößt. Neben großer Hilfsbereitschaft die da und dort anzutreffen ist, gibt es viele Ängste und Misstrauen unter den Bürgern was zu ablehnender Haltung führt. Ein Patentrezept zur Bewältigung dieser menschlichen Katastrophe ist weiterhin nicht erkennbar. Übereinstimmend wurde allerdings gefordert, mehr Aufnahmebereitschaft zu zeigen und mehr Unterkünfte bereitzustellen. Während Buxheims Bürgermeister Werner Birkle grundsätzlich eine beschleunigte Rückführung nicht anerkannter Asylbewerber aus den Balkanstaaten forderte sprach sich Unternehmer Ludwig Demmeler für eine Öffnung des Arbeitsmarktes aus um arbeitswilligen Flüchtlingen die Möglichkeit einen Arbeitsplatz zu finden zu erleichtern. Text und Foto: Johannes Wiest.