Klaus Holetschek

Der Wald als Wirtschaftsfaktor und Erholungsraum

25.03.2014, 09:21 Uhr | Johannes Wiest

Landtagsabgeordneter Holetschek besucht Forstbetrieb Ottobeuren

Ottobeuren (jw): Der Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek (CSU) besuchte im Rahmen seiner Wahlkreistätigkeiten den staatlichen Forstbetrieb Ottobeuren zu informellen Gesprächen und informierte sich über die naturnahe Forstwirtschaft im Bayerischen Staatswald. Kernpunkte der Gespräche mit Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter und Benedikt Leonhard waren die Vorstellung des Forstbetriebes und die Herausforderungen, denen sich die Forstwirtschaft im Allgäu gegenübersieht.

von links: Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter, MdL Klaus Holetschek und Benedikt Leonhard. Foto: Johannes Wiest.von links: Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter, MdL Klaus Holetschek und Benedikt Leonhard. Foto: Johannes Wiest.

Im Staatswald "Heuwald" überzeugte sich der Landtagsabgeordnete von der professionellen Arbeit des Forstbetriebes. "Man sieht, mit welch großer Leidenschaft Förster und Waldarbeiter ihrer Arbeit nachgehen", so Holetschek bei einer Betriebsbesichtigung. Wenngleich die Fichte im Allgäu der "Brotbaum" der Forstwirtschaft bleiben wird, ist es erklärtes Ziel des Forstbetriebes, über gezielte Anreicherung von Mischbaumarten wie Tanne, Buche und Edellaubholz die Stabilität der Wälder zu erhöhen und das Betriebsrisiko zu senken. "Über gezielte Totholzanreicherung und den Schutz von Biotopbäumen und alten Wäldern erhalten und fördern wir die Biodiversität", so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Zudem ersetze der geerntete Rohstoff und Energieträger Holz bei thermischer Verwertung fossile Brennstoffe und als Konstruktionsholz CO2-intensiv erzeugte Baustoffe wie Stahl und Ziegel. "Holzverwendung ist somit aktiver Umweltschutz", so MdL Klaus Holetschek. Als ständige Herausforderung gelte: "Unsere Fichtenanteile im Wald zu halten, einen waldangepassten Wildbestand zu pflegen, und in einer stärkeren Kommunikation mit der Bevölkerung zu erreichen, dass der Wald als Wirtschaftsfaktor und Naturschutzgebiet gleichberechtigt wahrgenommen wird.

 

Der Forstbetrieb Ottobeuren in seiner Größenordnung von etwa 50 x 50 Kilometer ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedellandschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.