Klaus Holetschek

Gesundheit - Unser höchstes Gut

28.05.2014, 09:13 Uhr | von Klaus Holetschek

Ein Beitrag von Klaus Holetschek

Ich freue mich sehr, dass die Staatsregierung zu Beginn dieser Legislaturperiode ein eigenes Ministerium für Gesundheit und Pflege eingerichtet hat. Dies zeigt deutlich, welchen Stellenwert der Freistaat Bayern diesen Bereichen beimisst. In den ersten Monaten hat uns vor allem auch das Thema ‚Pflege‘ beschäftigt. 

Ein wichtiger Bereich, bei dem es eine Vielfalt an Themen gibt, die umgesetzt werden müssen, in Abstimmung natürlich auch mit Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Angefangen von der Entbürokratisierung in der Pflege,  dem Thema Fachkräftemangel, einer Entscheidung in der Frage Einrichtung einer Pflegekammer bis hin zur Änderung des Pflegebedürftigkeitsbegriffes steht hier vieles auf der Agenda. Die Menschen warten darauf, dass wir tätig werden. Ich denke wir sind auf einem guten Weg. 

Darüber hinaus beschäftigen uns im Gesundheitsbereich viele Themen, die gerade für Bayern und den ländlichen Raum von Bedeutung sind. Erinnern möchte ich hier vor allem an die Frage des Ärztemangels im flachen Land. Hier hat die Staatsregierung Förderprogramme auf den Weg gebracht, die sicherlich gute und wertvolle Ansätze bedeuten. Wir müssen hier aber noch ganz woanders ansetzen, nämlich bei der Frage der Zugänge zum Medizinstudium. Hier werden wir sicher in nächster Zeit Initiativen auf den Weg bringen, die den ländlichen Raum stärken und Studierenden, vielleicht abseits der jetzt geltenden Bestimmungen das Medizinstudium erleichtern. Wir müssen auch hier mit flexibleren Modellen  die Vereinbarkeit von Beruf und Familie weiter vorantreiben. Denn  der Arztberuf wird immer weiblicher. 

Ein weiteres zentrales Anliegen von mir ist der Paradigmenwechsel in der Gesundheitspolitik - weg von der Reparaturmedizin hin zu einer echten Prävention. Hier setze ich auf ein Präventionsgesetz, das Minister Gröhe auf den Weg bringen will, sowie auf den bayerischen Präventionsplan unserer Staatsministerin Melanie Huml. Ich glaube, wir können in Bayern eigene Akzente setzen, brauchen aber die Verpflichtung, dass die Kassen mehr in die Prävention investieren - statt der bisher ungefähr 4 Euro pro Versicherten und Jahr muss hier ein deutliches Signal kommen. Das Geld für die Prävention sollte in Bayern bleiben, und nicht in Auslandskuren investiert werden. Denn wir stehen vor großen demographischen Herausforderungen und neuen Anforderungen im täglichen Arbeitsleben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erledigen immer  mehr Arbeit in kürzerer Zeit, und die Lebensarbeitszeit wird immer länger. Deswegen liegt mir das Bündnis für gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr am Herzen, das ich auf den Weg gebracht habe. Wertschöpfung durch Wertschätzung ist hier das Schlagwort. Die Wertschätzung in den Unternehmen kann sich sicher auch dadurch ausdrücken, dass man den Mitarbeitern im Gesundheitsbereich spezielle Programme anbietet. Es muss gelingen, dass das Thema Gesundheitsmanagement in den Betrieben in das Leitbild einfließt. Wir suchen Verbundlösungen für kleinere Unternehmen wie zum Beispiel Handwerksbetriebe und den Mittelstand. Hier gibt es gute und ausbaufähige Ansätze. Ich bin sehr dankbar, dass wir hier auch mit der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen. Ein erstes Modellprojekt mit dem Hotel- und Gaststättenverband und der AOK Bayern wird gerade auf den Weg gebracht. Unsere Staatsministerin hat die Schirmherrschaft übernommen. Die bayerischen Kurorte und Heilbäder sind hier ein wichtiger Baustein, sind sie doch im gesamten ländlichen Raum moderne Gesundheitskompetenzzentren, die nachhaltige Impulse zur Lebensstiländerung geben können. Ich möchte, dass wir vorankommen. Damit die Menschen spüren, dass wir es ernst meinen und wir uns um sie kümmern. Gesundheit ist schließlich das höchste Gut. Ich sehe es wie Arthur Schopenhauer: „Es gibt 1000 Krankheiten, aber nur eine Gesundheit!“