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21.10.2019 | Pressemeldung

Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL)

Memmingen wird neuer Standort zur Umsetzung der Landarztquote

Memmingen. Die Stadt Memmingen wird mit einem neuen und eigenständigen Sachgebiet „Landarztquote“ Standort des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Dies teilte Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder heute im Rahmen einer gemeinsamen Bürgersprechstunde mit dem Landtagsabgeordneten und Bürgerbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Klaus Holetschek, in Memmingen mit.



„Die Aufbauarbeiten des neuen Sachgebiets mit 21 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben bereits begonnen. Die Anmietung von Diensträumen wird derzeit vorbereitet, die Stellenbesetzung läuft“, so Klaus Holetschek. Der Memminger Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege der CSU-Landtagsfraktion hatte sich vehement für die Ansiedelung in Memmingen eingesetzt. 

Administrative Umsetzung der Landarztquote für Bayern

Das neue Sachgebiet ist für die landesweite Umsetzung der Landarztquote zuständig, die zum 01. Januar 2020 in Kraft treten wird. Bayern setzt dabei auf Anreize bei der Studienplatzvergabe. Mit der Einführung der Landarztquote für Medizinstudenten zum Wintersemester 2020/21 will die Staatsregierung den Fokus auf die Ausbildung und Ansiedelung von Ärzten im ländlichen Raum verstärken. Bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze pro Wintersemester sollen für diejenigen Studenten reserviert sein, die sich verpflichten, später als Hausarzt für mindestens zehn Jahre in unterversorgten oder von Unterversorgung bedrohten Planungsregionen im ländlichen Raum tätig zu werden. Abhängig vom Bedarf werden jährlich etwa 90 solcher Studienplätze vergeben. „Dem LGL am Standort in Memmingen kommt dabei eine Schlüsselrolle“, so Klaus Holetschek. Es übernimmt künftig als zuständige Stelle die Durchführung für ganz Bayern. Das heißt ganz konkret, dass die Bewerbungen dort bis zum 28. Februar eingehen und das LGL in Memmingen das Bewerbungs- und Auswahlverfahren (Studieneignungstest und Auswahlgespräch) sowie die Administration und das Monitoring übernimmt. Stellenausschreibungen etwa für Sachbearbeiter, IT-Fachkräfte oder Volljuristen wurden bereits geschaltet. Laut LGL ist die Bewerberlage sehr gut. 

Die Ansiedelung des LGL stärkt Memmingen als Oberzentrum. Zudem sei die Landarztquote eine wichtige Antwort auf die Frage: „Wie schaffen wir es, dass ein Mediziner dort hingeht, wo er auch benötigt wird?“, so Klaus Holetschek. Memmingen spielt dabei künftig eine ganz zentrale Rolle.

Foto: AdobeStock.