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25.07.2022 | Pressemeldung

Bayern investiert auch in diesem Jahr kräftig in den Ausbau von Pflegeplätzen  

Freistaat fördert Projekte im Landkreis Unterallgäu mit 1,2 Millionen Euro

München/Landkreis. Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege fördert mit dem Programm “Pflege im sozialen Nahraum – PflegesoNah“ im Jahr 2022 bayernweit 29 Projekte mit einem Fördervolumen von insgesamt rund 78,7 Millionen Euro. Darauf hat Bayerns Pflege- und Gesundheitsminister, der Memminger Landtagsabgeordnete Klaus Holetschek, am Montag in München hingewiesen: „Die Förderprojekte 2022 stehen nun fest. Ich freue mich sehr, dass wir in diesem Jahr rund 1.500 zusätzliche Pflegeplätze in Bayern schaffen. 

Mit unserem Förderprogramm können wir die Entstehung und Modernisierung von Pflegeplätzen in ambulant betreuten Wohngemeinschaften, Tagespflege-, Dauerpflege-, aber auch insbesondere Kurzzeitpflegeeinrichtungen finanziell unterstützen.“ 

 

Der westliche Landkreis Unterallgäu wird davon ebenso profitieren. „Ich freue mich, dass auch in meiner Heimatregion folgende drei Projekte* mit insgesamt 1,23 Millionen Euro zur Förderung eingeplant sind“, so Klaus Holetschek.

 

Antragsteller                Maßnahme                                       Fördersumme

 

Gemeinde Kronburg      Schaffung einer Begegnungsstätte   150.000 Euro

 

Vinzenz von Paul           Schaffung von Tagespflegeplätzen   780.000 Euro

gGmbH                           sowie Plätzen in einer ambulant 

                                       betreuten Wohngemeinschaft

 

Bad Grönenbach            Schaffung von Tagespflegeplätzen   300.000 Euro
 

 

Holetschek betonte: „Das ist ein wichtiges Signal: Wir investieren in eine moderne und bedarfsgerechte Versorgung von pflegebedürftigen Menschen in unserer Region und in ganz Bayern!“ 

 

Die Zahl der pflegebedürftigen Menschen nimmt stetig zu. Umso wichtiger ist es deshalb, dass Bayern mit dem Förderprogramm PflegesoNah seit dem Jahr 2020 sowohl die Modernisierung als auch die Schaffung von Pflegeplätzen unterstützt. Der Minister erklärte: „In den vergangenen beiden Jahren haben bereits 60 Bau-vorhaben eine Förderung erhalten. In diesem Jahr folgen nun weitere 29 Projekte. 

 

Die Verlängerung der Förderrichtlinie über das aktuelle Jahr hinaus zeigt: Wir wissen, wie wichtig dieses Förderprogramm ist, und stärken die pflegerischen  Versorgungsstrukturen.“ 

 

Die Förderrichtlinie wird auch weiterhin sehr gut nachgefragt. Dazu erklärte der  Minister: „Es konnten nicht alle der knapp 100 Anträge in das Förderprogramm aufgenommen werden. Besonders erfreulich ist aber, dass insgesamt 155 Kurz-zeitpflegeplätze gefördert werden können. Wir brauchen Kurzzeitpflegeplätze, weil die Nachfrage nach wie vor sehr hoch ist.“

 

Geregelt ist die Förderung in der Förderrichtlinie „PflegesoNah“. Um die Fördergelder zu erhalten, müssen die Bauvorhaben bestimmte Voraussetzun- gen erfüllen. So müssen die Pflegeplätze zum Beispiel bedarfsgerecht sein und – im Bereich der Altenpflege – demenzsensibel ausgerichtet sowie für Menschen mit Sehbeeinträchtigung ausgestaltet sein. Besonders hoch ist die Förderung für Kurzzeitpflegeplätze sowie Dauerpflegeeinrichtungen, die sich in den sozialen Nahraum öffnen.

 

Holetschek erklärte: „Unter sozialem Nahraum ist das Wohnumfeld über die Wohnung hinaus zu verstehen, in dem Menschen ihr tägliches Leben gestalten, sich versorgen und ihre sozialen Kontakte pflegen. Einrichtungen, die sich in den sozialen Nahraum öffnen, bieten Leistungen an, die auch Pflegebedürftigen zugutekommen, die nicht im Heim leben, aber in dessen direktem Umfeld. Das können Betreuungs- und Pflegeangebote, aber auch Unterstützungsleistungen wie haushaltsnahe Dienstleistungen oder offene Mittagstische und Beratung sein.“